Mir wurde geschrieben:

> wie auch immer, seit menschengedenken haben sich die leute bekriegt, und das
> doch nur aus habgier und machtgeilheit, wenn man krieg verhindern will muss
> man also zuerst einmal die menschen ändern - und ob das so einfach ist...

Meine Antwort:

nicht seit menschen-gedenken, das ist nämlich falsch.
erst, als man sich entschied, krieg als mittel zur politik zu verwenden, und dort liegt der entscheidene fehler. seitdem ist frieden nur die zeitspanne zwischen 2 kriegen, auf einen folgt eben der nächste.
ja, die menschen muss man ändern, aber eben nicht nur.
es gibt eine theorie, die besagt, man muss bei sich selbst anfangen, sich ändern und den anderen dann mit gutem beispiel vorangehen. dadurch tritt eine gewisse vorbildwirkung zutage, und die kettenreaktion löst aus, dass alle über sich nachdenken, und auch zum friedlichen leben beitragen. dass ist die eine seite. die andre ist, dass es auch regionen auf der erde gibt, in der man nicht mal in betracht zieht an frieden zu denken, weil krieg als ein mittel gesehen wird, das land zu bereichern, dadurch zu mehr wohlstand zu gelangen und so erst einmal überhaupt zu überleben. menschen in ärmeren ländern können die idee des friedens gar nicht erst begreifen, wenn ihre existenz laufend unsicher ist. und hier müssen wir als westliche wohlhabende nation eingreifen und den menschen helfen. nur so kann frieden möglich sein.

(mai 2004 oder noch früher geschrieben, ich tippe auf 2003)

wenn ich mich selbst mal ergänzen darf, bzw gar widersprechen: (im juli 2006)

seit menschengedenken sei immer krieg? ach, wer sagt denn das? es gibt theorien über die entstehung des patrismus und das damit die entstehung von krieg und machtkämpfen einher geht. siehe mein Text zu der Frage: Ist Kriege führen menschlich?

und naja naja, ich hatte da wohl noch einiges verpeilt: krieg als mittel für mehr wohlstand? ja, aber dann gilt das eher für die westlichen zivilisationen, die ja nun nicht als arm bezeichnet werden können, und "mehr wohlstand" heißt ja auch, dass wohlstand schon existiert und dass man nur zusätzlichen luxus durch kriege erreichen möchte. so zB durch angriffskriege der USA, um ihr machtterritorium auszuweiten unter dem deckmantel vom kampf gegen das böse... solche länder führen also auf keinen fall krieg "um überhaupt zu überleben".

und nun die armen länder? ich denke die haben gründe und ursachen, warum sie arm sind. und das wir an deren leid nicht gerade unbeteiligt sind. somit müssen wir auf keinen fall dort eingreifen und wieder papa spielen, nachdem der papa selbst unordnung gestiftet hat und leid und tod... sondern diese länder endlich mal ihre selbstständigkeit zurückschenken.

01.07.2006